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Aktualisiert: 20.02.2012

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bodentechniken

 

Judo besteht ja bekanntermaßen aus verschiedenen Komponenten. Der im Stand begonnene Kampf wird bei Technikansätzen ohne Wertung oder bei erfolgreichen Techniken die aber nicht mit Ippon vom Kampfrichter bewertet wurde im Boden weitergeführt.

Dabei gibt es auch im Boden die Möglichkeit zu einer Wertung oder zum Sieg zu kommen.

 

Haltegriffe (Osae-Komi-Waza)

Bei den Haltegriffen geht es um eine dauernde Kontrolle Ukes durch Tori an mindestens vier Punkten. Wird ein Kämpfer durch einen vom Mattenrichter angezeigten Haltegriff 25 Sekunden gehalten, so ist der Kampf sofort mit einem vollen Punkte (Ippon) beendet.
Befreit sich der gehaltene vorher, gibt es bei mindestens 20 Sekunden einen halben Punkt (Waza-Ari) und bei mindestens 15 Sekunden eine mittlere Wertung (Yuko).
Die Haltegriffe sind in Gruppen nach den unterschiedlichen Formen der Kontrolle eingeteilt:

Kesa-Gatame-Gruppe
Kesa-Gatame ist einer der ersten und wichtigsten Haltegriffe die ein Judoka erlernt. Der deutsche Name dafür ist Seitenschärpe, da man wie eine Schärpe seitlich auf Uke liegt und so die Kontrolle ausübt.
Zur Kesa Gatame-Gruppe gehören laut Stoffsammlung NWDK insgesamt sechs Haltegriffe:

Yoko-Shio-Gatame-Gruppe
Yoko Shio Gatame ist auch als ‚Seitvierer’ bekannt. Tori kontrolliert Uke dabei von der Seite. Zu dieser Gruppe gehören:

Tate-Shio-Gatame-Gruppe
Tate Shio Gatame ist ein Haltegriff, bei dem die Kontrolle Ukes oben ausgeübt wird. Er wird auch Reitvierer genannt. Zu dieser Gruppe gehören:

Kami-Shio-Gatame-Gruppe
Bei Kami Shio Gatame erfolgt die Kontrolle von vorne oben. Er wird ‚Obervierer’ genannt. Dazu gehören:

Hebeltechniken (Kansetsu-Waza)

Im Judo wird ausschließlich über das Ellenbogengelenk gehebelt. Dazu wird kontrolliert Druck gegen die normale Bewegungsrichtung auf das Ellenbogengelenk gebracht und zugleich der Partner fixiert.
Um die Kinder vor sich selbst zu schützen, ist es erst ab der Altersklasse U14 erlaubt zu hebeln. Aber auch dort ist darauf zu achten, dass der der Hebel sofort als Ippon zu werten ist, wenn Ukes Arm gestreckt ist. Erst ab der Altersklasse U17 gibt es keine Einschränkungen mehr und ein Kampf ist erst dann beendet, wenn der gehebelte Kämpfer abschlägt. Bei den Hebeln gibt es insgesamt sieben Gruppen, die nach ihren Prinzipien aufgeteilt sind. Es sind dies:

Juji-Gatame (Leistenstreckhebel)
Beim Juji Gatame wird der gestreckte Arm Ukes über Toris Leiste gehebelt. Folgende Varianten sind in der Gruppe:

Ude-Garami (Armschlüssel)
Beim Ude Garami wird das Ellenbogengelenk nicht gerade sondern wie ein Schlüssel gebogen gehebelt.

Ude-Gatame (Drehstreckhebel)
Hierbei wird die Hebelwirkung durch Druck mit beiden Händen auf das Ellenbogengelenk von Ukes gestrecktem Arm erzielt.

Waki-Gatame (Unter Zuhilfenahme der Seite hebeln)
Hierbei findet die Hebelwirkung über die Körperseite statt.

Hara-Gatame (Unter Zuhilfenahme des Bauches hebeln)
Die Hebelwirkung wird beim Hara Gatame über den Bauch erzielt.

Kannuki-Gatame (Verriegelungshebel)
Beim Kannuki Gatame wird der gestreckte Arm Ukes über Toris Unterarm am Ellenbogen fixiert (‚verriegelt’) und so gehebelt.

Ashi-Gatame (Mit Hilfe des Beines hebeln)
Wie der Name ‚Beinhebel’ schon sagt wird hier über das Bein oder unter zu Hilfenahme des Beines gehebelt.

Würgetechniken (Shime-Waza)

Als drittes Element im Boden gibt es im Judo die Würgetechniken. Der Einsatz des Würgens ist erst ab der Altersklasse U17 erlaubt. Dabei ist zu beachten, dass die Würgetechniken auf die seitlich des Kehlkopfes liegende Halsschlagader wirken soll. Keinesfalls soll Druck auf den Kehlkopf ausgeübt werden oder aber durch hochreißen des Kopfes / Halses ein Angriff gegen die Wirbelsäule stattfinden. Gelingt es Uke, den Kopf ‚einzuziehen’ und Tori kann nur über das Kinn würgen, unterbricht der Kampfrichter den Kampf.

Juji-Jime (Mit gekreuzten Armen würgen)
Beim Juji Jime wird die Wirkung durch den Druck von sich kreuzenden Unterarmen am Hals erzeugt.

Ashi-Jime (Mit Hilfe des Beines würgen)
Hierbei wird Uke durch den Einsatz des Beines gewürgt.

Okuri-Eri-Jime (Mit Hilfe des Kragens würgen)
Mit Hilfe des Kragens heißt dass mit einer Hand der Kragen als Widerlager genutzt wird und mit der anderen Hand der Kragen zu Würgen zugezogen wird.

Ryo-Te-Jime (Ohne Kreuzen der Hände würgen)
Bei der Ryo-Te-Jime-Gruppe wird gewürgt in dem die Arme parallel geführt sind und teilweise das oder die Revers zu Hilfe genommen werden.

Hadaka-Jime (Ohne Hilfe des Kragens würgen)
Bei der Hadaka-Jime-Gruppe werden die Hände auf verschiedene Weisen gegeneinander verschränkt um die Würgewirkung zu erzielen. Kragen oder Judogi werden nicht eingesetzt.

Kata-Ha-Jime (Unter Festlegung einer Schulter würgen)
Hierbei wird immer eine Schulter bzw. ein Arm festgelegt und als Fixierung Ukes benutzt.

Kata-Te-Jime (Mit einer Hand würgen)
Bei Kata-Te-jime wird die Würgewirkung hauptsächlich mit einer Hand erzielt.